ProstSchG – Tantramassage und das „ProstituiertenSchutzGeset“

Das neue sogenannte ProstituiertenSchutzGesetz entpuppt sich als orwelsches NeuSprech-Monster und entfaltet seine vermutlich beabsichtigte Wirkung schon. Viele Tantramasseurinnen ziehen sich zurück. Tantramassage wird mit kostenpflichtiger Zwangsberatung drangsaliert, während die schutzbedürftigen osteuropäischen jungen Frauen von diesem Gesetz nicht erreicht werden. Auf einem von der Stadt Leipzig eingeladenen Arbeitskreis Sex-Arbeit wird versucht private Spenden für die medizinische Versorgung von Not leidenden zu sammeln, während das Land Sachsen hunderttausende Euro von den Betroffenen für Zwangsberatungen eintreiben will. Sämtliche Sachverständigen in der Entstehungsgeschichte des ProstSchG wurden ignoriert. Gerne würde man die Verantwortlichen dafür in einer konservativen CSU suchen (um politische Klischees zu bedienen), aber das BMFSFJ wird seit Jahren von der SPD geführt. Im Endeffekt führt das Gesetz dazu, das auch dieses Tätigkeitsfeld in die Fänge kapitalkräftiger Konzerne gelenkt wird und diejenigen, die diesen Job vielleicht noch mit Lust und Liebe machen verdrängt werden.

Ich bin immer noch der Meinung, das ich nicht zur Zielgruppe dieses Gesetzes gehöre und ich wehre mich gegen Zwangsberatung und diskriminierende Datenweitergabe. Wer sich fĂĽr das Thema im Detail Interessiert, findet vielleicht meinen Schriftwechsel mit dem Bundesministerium fĂĽr Familie …BMFSFJ und dem Sächsischen Staatsministerium interessant: